
" Die Aufgabe des Staates ist die Sicherstellung der Infrastruktur für die Gesellschaft, der Staat dient den Bürgern, nicht die Bürger dem Staat "
Das Verhältnis muss wieder hergestellt werden!
Stemm Dich dagegen und mach mit!
Lange bevor die aktuelle Pflegereformdebatte die Schlagzeilen beherrschte, war die IGAP aktiv. Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt, die Verantwortlichen kontaktiert und den Alarm ausgelöst. Was folgte, war organisierter, sichtbarer Widerstand – auf der Straße und in den Amtsstuben.
Persönliches Treffen der IGAP mit Ministerin Aminata Touré im Schleswig-Holsteinischen Landtag – ein erster offizieller Weckruf an die Politik.
PFLEGEDEMO 2.0 – Lautstarker Autokorso von Pflegediensten aus dem ganzen Land zum Kieler Landtag. Treffpunkt: 12:30 Uhr am Gaardener Ring. Fußgänger und Rollstuhlfahrer: 13:30 Uhr direkt vor dem Landtag.
Round Tables, Gespräche mit Kostenträgern, VDEK, Grünen, FDP, CDU, AWO, DRK und Berufsverbänden. Die IGAP war überall dabei – und hat nicht lockergelassen.

Höhere Löhne in der Pflege sind richtig und wichtig – das hat die IGAP nie bestritten. Wir haben sie unterstützt. Aber wir haben auch vor den Folgen gewarnt. Und sie kamen.
Die Mehrkosten durch gestiegene Löhne wurden zunächst von den Pflegebetrieben weitestgehend aufgefangen – auf Kosten ihrer wirtschaftlichen Stabilität.
Was die Betriebe nicht mehr schultern konnten, landete bei den Pflegebedürftigen. Eigenanteile stiegen – für viele Familien bis an die Schmerzgrenze.
Höhere Löhne sind kein freier Lunch. Dokumentationspflichten, Verwaltungsaufwand und betriebliche Komplexität wuchsen gleich mit – und belasten die Pflege bis heute.
Die IGAP hat sich nicht mit Appellen begnügt. Wir haben uns organisiert, aufgeklärt und den direkten Dialog gesucht – mit Ministerin Touré, mit Parlamentariern aller Fraktionen, mit Verbänden und Kostenträgern. Der Widerstand war laut, sichtbar und sachlich.
Autokorso, Kundgebungen, Transparente – die ambulante Pflege Schleswig-Holsteins hat gezeigt: Wir schweigen nicht. Hunderte Pflegekräfte, Dienste und Angehörige machten gemeinsam mobil.
Das persönliche Gespräch mit Aminata Touré brachte die konkreten Forderungen der Basis direkt an die Entscheidungsträger – klar, belegt und ohne Umwege.
Gemeinsam mit Vertretern des VDEK, der Grünen (Touré, Langsch), FDP (Dr. Garg), CDU (Tschacher), Paritätischem, AWO, DRK und Berufsverbänden – die IGAP saß mit am Tisch und hat gesprochen.
Die Wogen glätteten sich. Man glaubte, es wurde verstanden. Dann kam die Ankündigung von Kanzler Merz: Pflegereform 2027. Ein Schock für alle, die in Medizin und Pflege arbeiten.




Die IGAP auf der Straße – Pflegedemo 2.0 in Kiel, November 2022. Hunderte Menschen, eine Botschaft: Nicht mit uns!

Ministerin Aminata Touré im Gespräch mit der IGAP – November 2022, Kiel.
Die Regierung nennt es „Stabilisierung". Kritiker nennen es, was es ist: ein Pflegekürzungsprogramm. Die Gewerkschaft ver.di spricht Klartext. Was als Reform verkauft wird, trifft die Schwächsten und entlastet den Staat – auf Kosten der Pflegebedürftigen und ihrer Familien.
Hinter den technischen Formulierungen verbergen sich reale Einschnitte für Millionen Menschen. Hier sind die wichtigsten geplanten Änderungen – klar und ohne Beschönigung.
Der Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro monatlich entfällt für Pflegegrad 1. Für die Menschen am Einstieg in die Pflegebedürftigkeit: keine direkte Geldleistung mehr.
Ab 2027 keine eigenständige Leistung mehr. Sie wird aus dem laufenden Monatsbudget anteilig entnommen – und das Gesamtvolumen sinkt. Das bisherige Jahresbudget von bis zu 3.539 Euro wird auf 1.855 € (PG 2–3) bzw. 2.285 € (PG 4–5) reduziert.
Die Begutachtungssystematik wird angepasst, damit weniger Menschen einen Pflegegrad erhalten. Weniger Anerkennungen bedeuten weniger Leistungsansprüche – das ist politisch gewollt.
Der Zuschlag, der den pflegebedingten Eigenanteil senkt, kommt später. Pflegebedürftige und Familien müssen die Lücke selbst schließen – für ein volles Jahr und darüber hinaus.
Über die Pflege von Millionen Menschen
Veröffentlicht 4. Juni. Antwort bis 10. Juni.
Wer keine Zeit zum Lesen hat, hat keine Zeit für Gegenargumente.
Wer nichts zu verbergen hat, gibt Zeit zum Lesen.
Wer eine kurze Frist setzt, will, dass niemand zu genau hinschaut.
Was der Bund zahlt, deckt die tatsächlichen Kosten nicht. Die Differenz trägt die Pflegekasse.
Für jeden zahlt der Bund Beiträge – aber nicht kostendeckend.
Seit Jahren bekannt. Seit Jahren ignoriert.
Wer Bürgergeld zahlt, muss auch die Folgekosten tragen.
Stattdessen subventioniert die Pflegekasse den Bundeshaushalt – mit dem Geld der Pflegebedürftigen.
Rentenbeiträge für pflegende Angehörige – bezahlt von der Pflegekasse, nicht vom Staat.
Genau damit begründet die Regierung Kürzungen bei den Schwächsten.
Der Bund erstattet der Pflegekasse keinen Cent davon.
Die Pflege stopft ein Loch beim Staat.
Der Staat lässt die Pflege damit allein – und kürzt bei den Pflegebedürftigen.
Das Loch, mit dem Kürzungen für die Schwächsten begründet werden.
Verwaltung Krankenkassen ~13 Mrd., Pflegekassen ~2,5 Mrd., Medizinischer Dienst 1,2 Mrd.
Jede mit eigener Verwaltung, eigenem Vorstand, eigenem Marketing.
Statt das System zu reformieren, nimmt man den Schwächsten ihre 131 €.
Das ist keine Idee. Das ist Ideenlosigkeit.
Sichtbar, laut und unübersehbar. Wer schweigt, verliert.
Wir fordern unseren Platz in der Politik – und wir nehmen ihn.
Pflegedienstbetreiber. Patient. Mensch. Es geht dich etwas an. Beweg dich.
Wer jetzt schweigt, stimmt zu.
Werde laut – für dich, für deine Patienten, für die Pflege in diesem Land.
Das ist die wichtigste Zeile dieser Seite. Der Kabinettsbeschluss ist am 24. Juni 2026 nicht erfolgt und verschiebt sich in den Juli 2026. Eine erste Lesung im Bundestag wird frühestens im Herbst 2026 erwartet. Verbindlich wird das Gesetz erst mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt. Bis dahin gelten die heutigen Regeln unverändert.
Teile diese Informationen mit Kolleginnen, Nachbarn, Abgeordneten. Öffentlicher Druck wirkt – das hat die Pflegedemo 2022 bewiesen.
Kontaktiere die IGAP direkt. Wir koordinieren den Widerstand, sammeln Stimmen und leiten sie weiter – an die richtigen Stellen.
Unterstütze unsere Demo am 10. September!
ES REICHT! Pflegereform - Nein, Danke!